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Floy Dy (Floyd) Ra (Floydson)


Seelensprung


Zwei Seelen sprangen einmal in den See,
Da verloren sie ihr Kleid
Und sprangen in die Höh´, um es zu finden,
Doch bald wurden sie es leid.

Im See war´n sie verbunden,
Auf ewig wie im Licht.
Im Tau und im Schnee hatten sie sich gefunden
Nun schwammen sie im Nichts.

Doch weil sie doch zu hoch gesprungen,
Vergeistigten sie sich -
Sie stiegen auf - auch wenn sie sungen
Zum Schöpfer rein ins Licht.

Woher sie einmal kamen.
vergaßen sie in Schöpfer´s Heim,
Bekamen den Segen aus seinen Armen,
Doch keinen Heiligenschein.

Sie durften wieder runter
Und sprangen in den See -
Dort konnten sie sich umarmen
Und blühen wie der Klee.

Doch wenn sie auch vor Freude sprangen,
Verließen sie den See,
Dann wurden sie gefangen,
Vom Menschen, der liebte sie übern Klee.

Sie lebten dann im Menschen
Kamen nicht mehr von ihm los -
Auch wenn er keiner Seele traute,
Mussten sie dort warten, das war das dumme bloß.

Erst wenn der Mensch den Klee von unten sah,
Dann wurd´ die Seele ihn wieder los.
Deshalb sprach ihr Schöpfer: Bleibt unterm Wasser
Des Sees, das ist jetzt euer Los.

Egal, was auch der Mensch versucht,
Um euch erneut zu fangen,
Am Ende müßt ihr warten
Und seid in ihm gefangen.

Denn freie Seelen - die brauchen ihr Elexier
Und das gibt nur das Wasser,
Der Tau und das
Schneeflocken-Brevier.

(C) Alle Rechte vorbehalten
Floy Dy Ra,30. August 2013

Submitted: Sunday, September 01, 2013
Edited: Monday, September 02, 2013

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